Selbsthilfegruppe-Depression-Gronau  
 
  Wie hilft Selbsthilfe? 18.02.2018 23:53 (UTC)
   
 

Wissen
Die Depression ist eine der komplexesten psychischen Erkrankungen und betrifft das gesamte Leben.
Ärzte und Therapeuten sehen nur einen kleinen Ausschnitt, Betroffene selbst sind dagegen ständig mit der Depression konfrontiert.
So bauen sie einen Erfahrungsschatz auf, wie das Leben mit der Depression verlaufen kann und welche praktischen Möglichkeiten es für Betroffene selbst gibt, einfluss darauf zu nehmen.
 
Dieser reiche Schatz an langjährigen Erfahrungen mit Psychopharmaka, Ärzten, Therapeuten, Krankenhausaufenthalten und Behörden kann in Selbsthilfegruppen geteilt werden.
Auch wenn es keine Patentlösungen gibt, stellen viele Erfahrungen anderer Anregungen dar, die im eigenen Leben nützlich sein können.
 
Einige der Fragen, die oft Thema sind:
  • Was kann ich tun, damit es mir wieder besser geht?
  • Welche Medikamente oder Therapien können helfen?
  • Wie lerne ich mit der Krankheit (besser) zu leben?
Verständnis
Neben dem praktischen Wissen steht vor allem das Verständnis für einander im Vordergrund.
Das Umfeld eines Betroffenen kann oft nur schwer nachvollziehen, wie es in einem manisch-depressiven Menschen aussieht, welche Abgründe sich in ihm auftun oder welche Glücksexplosionen er erleben kann.
Ähnlich fühlen sich Angehörige oft vom Betroffenen nicht verstanden und von ihrer Umwelt alleingelassen.
Manchmal findet sich niemand, mit dem man diese Probleme teilen kann.
 
Ohne sich vorher groß erklären oder gar rechtfertigen zu müssen, kann in einer Selbsthilfegruppe jeder über Dinge sprechen, die ihn beschäftigen oder belasten.
Durch unsere ähnlichen Erlebnisse können wir nachvollziehen, wie es sich anfühlt, depressiv zu sein und mit den Problemen umgehen zu müssen, die sich daraus ergeben. Zu erleben, dass man nicht allein ist, kann unglaublich befreiend sein.
 
 
 
Was passiert bei demTreffen einer Selbsthilfegruppe
Jede Selbsthilfegruppe hat ihre eigene Struktur und ihr eigenens Vorgehen. 
   
Oftmals laufen die Treffen folgendermaße  ab:
 
Am Anfang gibt es einen Blitz. Im Blitz hat jeder die Möglichkeit ungestört zu sagen, wie es ihm geht und was ihn die letzte Zeit so bewegt hat.
Aus dem Blitz entwickeln sich teilweise Themen, die dann gemeinsam besprochen werden.
Oft gibt es spannende Erfahrungsberichte und Diskussionen, eigentlich nimmt man aus jeder Sitzung etwas für sich mit.
Jede(r) hat die Möglichkeit, über sich und seine Erfahrungen zu reden.
Gelegentlich werden Themen gemeinsam erarbeitet oder auch Gäste für Vorträge eingeladen.
 
 
Wer kommt zu den Selbsthilfetreffen?
Depression ist eine Erkrankung, die Männer wie Frauen gleich häufig betrifft. Sie kann sowohl in der Jugend als auch später im Leben einsetzen. Sie tritt bei erfolgreichen Selbstständigen genauso auf wie bei Arbeitslosen.
Kurz: Alle Bevölkerungsschichten sind betroffen! 
 
Die Selbsthilfegruppen sind genau so bunt zusammengesetzt. Es finden sich Frauen und Männer, jung und alt, manche schon seit Jahrzehnten betroffen, manche recht frisch, mit vielen Gemeinsamkeiten in ihrer Krankheit und doch in sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Auf jeden Fall haben Depressionen Spuren in ihren Leben hinterlassen.


 
 
 
 
 
 
 
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